Schrubb di Wupp – Zahnpflege bei PKU

WP_20160319_09_47_44_Pro[1]Hallo liebe Leser,

Das Thema Zahnarzt ist bei kleinen und großen Spürnasen nicht immer ein besonders begehrtes Thema. Doch als PKUler sollte man sich mit dem Thema Zahngesundheit schon so früh wie möglich auseinander setzen. Durch die lebenslange Einnahme von Aminosäuren wird der Zahnschmelz täglich einem kleinen „Säureangriff“ ausgesetzt. In meiner Kindheit lag der Fokus noch nicht so sehr auf einer allumfassenden Vorsorge bei PKU. Ich habe keine Empfehlungen damals bekommen und deswegen habe ich leider kleine Zahnschmelzschäden aus dieser Zeit mitnehmen müssen.

Ich habe mich mal an meine Zahnärztin gewandt und habe einige Tipps für euch.

Hier die Empfehlungen:

  • Wenn ihr eure Aminosäure eingenommen habt dürft ihr auf keinen Fall direkt Zähne putzen! Durch die Säuren wird der Zahnschmelz weich und kann beim Zähne putzen weggeschrubbt werden. Ihr solltet 30 Minuten warten bevor ihr die Zahnbürste schwingt. Das gilt übrigens auch bei anderen Säuren, die z.B. in Cola oder auch in Zitronen etc. vorhanden sind.
  • Die Zähne sollten regelmäßig mit einer fluoridhaltigen Zahncreme geputzt werden. Gerade bei täglicher Einnahme von Säuren (also auch unseren Aminosäuremischungen) ist dies wichtig! Es gibt auch andere Zahncremes auf dem Markt, die ohne Fluorid auskommen, und die auch ihre Daseinsberechtigung haben (z.B. in der Homöopathie). Diese sind aber für PKUler nicht empfehlenswert!
  • Nach der Einnahme der Aminosäure am Mittag, empfiehlt es sich eine Zahnspülung zu benutzen, welche die Zähne wieder mit Fluorid versorgt. Mir wurde Elmex Sensitiv empfohlen, da das enthaltene Olaflur (Aminofluorid) anders wirkt als Natriumfluorid. Es legt sich quasi direkt auf die betroffenen Stellen, wie ein Pflaster und die Zähne sind dann auch mittags, eine Zeit zu der man wahrscheinlich nicht zur Zahnbürste greift, geschützt.
  • Einmal in der Woche ist es ratsam ein Fluorid-Gel zu benutzen, wie z.B. elmex gelée. Dieses wird nach dem Zähne putzen auf die Zähne aufgeschrubbt und nach der Einwirkzeit ausgespült. Es hilft, die Zähne zu härten und stark gegen fiese Säure-Angriffe zu machen. 🙂
  • Manchmal kann es gut sein die Aminosäure durch einen Strohhalm einzunehmen, um den direkten Kontakt zu den Zähnen zu vermeiden.
  • Auch Maßnahmen, die generell die Zahngesundheit fördern sind ratsam, aber nicht PKU-spezifisch, sondern für Jeden. Dazu zählen die tägliche Benutzung von Zahnseide, regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt und eventuell eine professionelle Zahnreinigung. Da sprecht ihr euch am besten mit eurem eigenen Zahnarzt nochmal ab. 🙂
  • Und generell ist es wichtig sich gesund zu ernähren und auf zu viel Zucker zu verzichten. Unsere PKU-Lebensmittel sind sehr stärke- und zuckerhaltig. Deswegen tut es unseren Beißerchen gut, wenn wir viel Gemüse essen, um die Zähne zu „schleifen“ und sie nicht zu interessant für Karies zu machen 😉

Ich hoffe, es war für euch interessant zu erfahren, dass wir nicht nur auf Lebensmittel und Phe-Spiegel achten sollten, sondern manchmal die PKU auch andere Bereiche des Lebens beeinflusst.

Waren für euch ein paar neue Hinweise dabei?

Ich freue mich auf eure Kommentare!

Liebe Grüße,

Euer Phefux

 

5 Kommentare

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  2. Andre

    Flourid ist die einfache Lösung und funktioniert, klar, aber es ist nicht der einzige Weg & Faktor bei der Zahngesundheit. Es ist und bleibt eben ein Nervengift und verschließt die Zirbeldrüse. Bei Zahnpasta ohne Flourid muss man allerdings auch aufpassen, welche man verwendet oder vielleicht sogar selbst welche herstellt. Ich habe als Kind keine flouridhaltige Zahnpasta verwendet und hatte da keinerlei Probleme und gute Zähne. Es ist allerdings nicht damit getan einfach nur Flourid wegzulassen, es gehören auch ein paar andere Faktoren dazu, also bitte nicht falsch machen.

    Antworten
    1. Der Phefux (Beitrag Autor)

      Meine Informationen sind von meiner Zahnärztin, die auch in der aktuellen Forschung tätig ist, verfifiziert. Und natürlich gibt es Bereiche in denen man, aufgrund von Weltanschauung oder alternativer Medizin, eine andere Einstellung zum Thema Fluorid pflegt. Für PKUler ist das aber gefährlich. Ich vertraue jedoch auf die empirischen und wissenschaftlich untermauerten Fakten meiner Zahnärztin. Zudem sind die Zähne bei täglichem Kontakt mit der Aminosäure ganz anderen Belastungen ausgesetzt als bei „Normal-Essern“. Ich bitte dich dies zu bedenken. 🙂

      Antworten
      1. Andre

        Ich bin auch PKUler 🙂 Ich wollte hier nur anmerken, dass Fluorid nicht die einzige Wahrheit für Zahngesundheit ist. Es als Weltanschauung oder alternative Medizin abzustempeln halte ich nicht ganz für gerechtfertigt. Bezüglich Forschung in diesem Gebiet stehe ich persönlich auch etwas kritisch gegenüber. Ich möchte allerdings nicht überzeugen, sondern nur darauf hinweisen für die, die sich dafür interessieren. Es ist in Ordnung Fluorid zu verwenden, wenn man das möchte.

        (Aus dem Kommentar habe ich zwei Links entfernen müssen, da ich keine Verantwortung für Informationen auf anderen Seiten übernehmen kann. Die Verlinkung auf andere Internet-Seiten ist als Kommentar auf meinem Blog genrell nicht gestattet. 🙂 Danke für euer Verständnis. Der Phefux)

        Antworten
        1. Der Phefux (Beitrag Autor)

          Danke für deine Rückmeldung, Andre. 🙂
          Leider musste ich deine Links aus dem Kommentar entfernen, da ich generell keine Verlinkung auf andere Seiten auf meinem Blog zulassen kann. Eine Ausnahme bietet z.B. eine eigene Webseite, die man ja bei Kommentar-Abagbe angeben kann.
          Vielleicht kann sich ja ein Interessierter dann direkt mit dir in Verbindung setzen.
          Der Phefux

          Antworten

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