Phefux Blog

Besuch bei meinen Eltern: Gartengedanken

Hallo ihr Lieben,

ich habe euch lange nicht mehr so richtig viel aus meinem Alltag mit PKU gezeigt. Aufgrund der Lockdown-Situation und meines neuen Wohnortes, hat sich in letzter Zeit auch nicht sehr viel berichtenswertes abgespielt.

Am Wochenende hatte ich aber endlich mal wieder eine etwas weitere Reise vor mir. Ich habe meine Eltern besucht, die nun ca. 250km entfernt wohnen und die ich acht Monate nicht mehr gesehen hatte. Ich hab mich sehr gefreut!

Wir haben uns, weil ich noch nicht und die beiden nur halb geimpft sind, im Garten getroffen. Ich liebe unseren Garten! Ich bin hier aufgewachsen und es war immer ein Ort des Friedens und der Ausgelassenheit für mich. Das hat sich auch als Erwachsene nicht geändert.

Ihr meldet mir ja oft zurück, dass euch meine Gemüsegerichte so gut gefallen: Hier wurde der Grundstein dazu gelegt. Denn meine „Kindheit im Garten“ hat mir so viele Naturerfahrungen ermöglicht und ich habe so viel lernen dürfen. Zum Beispiel wie eine frische Möhre direkt aus dem Beet wirklich schmeckt. Dass man als Kind manchmal als Snack nur ein paar Radieschen braucht und ich beim Grillen mit einer Backkartoffel, etwas Butter und frischem Schnittlauch echt zufrieden bin.

Als PKU-Kind war es wirklich das Beste, was mir passieren konnte. Unter den anderen Kindern in der Gartenanlage war es normal, dass ich andere Brötchen und andere Nudeln bekommen habe. Aber das Gemüse aus dem Beet und die kleine Kugel Zitronen-Eis vom Eismann, der sich an heißen Tagen blicken ließ, war für alle gleich.

Ich habe dort eine sehr offene Gemeinschaft ohne Be- oder Verurteilung meiner PKU erlebt. Im Gegenteil. Alle waren sehr unterstützend und ich war viel mehr für meine Spielideen als für meine Essensgewohnheiten bekannt. 🙂

Was ich euch damit sagen möchte, vor allem den Eltern von PKU Kindern, es braucht nicht immer viel, um ein PKU Kind glücklich zu machen. Bitte macht euch keinen Druck. Natürlich ist es toll, was man heute alles backen, kochen und kreieren kann. Aber es sind manchmal die einfachen Dinge, die viel ausmachen. Geborgenheit, Akzeptanz und vielleicht ein Radieschen frisch aus der Erde. 🙂

Bis Bald,

Euer Phefux Marianne

2 Kommentare

  1. Isabelle

    Danke, Marianne für diese lieben Worte. Ich bin jetzt seit 2,5 Jahren Mami einer PKU Mais und frage mich immer mache ich alles richtig und fehlt ihr auch nix. Und deine Worte geben mir Hoffnung, dass es auch so ist. Tausend dank

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    1. Der Phefux (Beitrag Autor)

      Liebe Isabelle,
      danke auch dir! Es freut mich von Herzen, dass dir meine Gedanken ein wenig Mut machen konnten.

      Antworten

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