Phefux Blog

Unser ABC geht weiter: U wie Umami – oder die kleine Geschichte, wie der Phefux eiweißarmes Pfannenfleisch erfand

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Hallo ihr Lieben,

ja, es ist vielleicht etwas weit gegriffen: ich habe nicht generell das eiweißarme Fleisch erfunden. Hihi! Aber ich freue mich so, dass es geklappt hat. Es gibt ja viele Ersatzprodukte auf dem Markt. Aber ich wollte an die Sache noch mal etwas anders heran gehen.

Und da ich mir für das ABC eh Gedanken um den Buchstaben „U“ machen musste, kam ich bei meiner Recherche auf „Umami“.

Neben Salzig, Süß, Sauer und Bitter ist Umami eine von unseren Geschmacksrichtungen, die wir wahrnehmen können. Umami-Geschmack findet man oft in deftigen Gerichten, in Fleisch und auch in der asiatischen Küche. Hier wird der Geschmack oftmals durch Glutamat verstärkt oder generell hergestellt.

Diese Geschmacksrichtung wird übrigens gar nicht so oft in der PKU-Diät „gekitzelt“, denn wir haben nicht so viele Möglichkeiten einen Umami-Geschmack ins Kochen und Backen einfließen zu lassen.

Deswegen habe ich mich an das Rezept für „Pfannenfleisch“ gewagt, um ein wenig mehr Umami in die PKU-Küche zu bringen.

Schaut euch diese Konsistenz an!

Und das möchte ich unbedingt mit euch teilen! Das Rezept ist ein wenig aufwändiger, aber nicht zu schwer nachzumachen. Und es lohnt sich!

  • Ihr braucht aber zwingend eine feine Reibe oder am besten sogar eine Küchenmaschine mit Schnitzwerk und feiner Reibe-Scheibe und auch den neuen Grieß (Premium) von metaX. Mit anderem eiweißarmen Grieß habe ich das nicht so hinbekommen, da der irgendwie anders „geliert“.
Lange habe ich nachgedacht, was man mit diesem tollen neuen Grieß vielleicht noch so anstellen kann

Bitte haltet euch an die Schritte im Rezept, weil nur so die richtige Konsistenz erreicht werden kann.

Und das Brät, das wir aus den Zutaten anmischen, lässt sich nur in der Pfanne braten. Es ist nicht für den Grill geeignet. Da könnt ihr das Pfannenfleisch dann nur schon fertig gebraten zum Anwärmen kurz auflegen.

Aber nach so vielen Hinweisen, geht es jetzt endlich ans Machen! 🙂

Ihr braucht (für 12 fleischähnliche Bratlinge):

70g eiweißarmen Grieß von metaX in Premium Qualität (anderer Grieß hat bei diesem Rezept nicht so gut funktioniert) – ca. 16 Phe

500ml Wasser

1 Esslöffel Gemüsebrühe – ca. 30 Phe

30g eiweißarmen Grieß (der gleiche, wird aber nochmal anders genutzt) – ca. 4 Phe

70g rohe Kartoffel – ca. 70 Phe

180g Rote Beete (vorgekocht, vakuumiert) – ca. 51 Phe

80g Möhre – ca. 25 Phe

100g Champignons – ca. 74 Phe

2 Esslöffel BallastoMaxx – ca. 1 Phe

20g Kuchenfein/ Ei-Ersatz – ca. 1 Phe

50g bis 100g Sunny Mehl (das kommt auf die Saftigkeit eures Gemüses an) – ca. 4 Phe (berechnet mit 50g)

2 Teelöffel Gyros-Gewürz (ich habe das von Ostmann genommen) – ich berechne pauschal ca. 10 Phe

1 Teelöffel geräucherter Paprika (oder auch als „Paprika dela Vera“ zu kaufen) – ca. 5 Phe

Salz, Pfeffer, Öl zum ausbraten

Eine feine Reibe oder eine Küchenmaschine mit Schnitzwerk

Gesamt-Phe: 291 Phe auf die gesamte Portion , pro Bratling bei 12 Stück nur ca. 24 Phe pro Stück.

(Bitte beachtet, dass ich keine Diätassistentin bin, die Werte zwar gewissenhaft errechne, aber nur mit Nährwerttabelle und Hersteller-Angaben arbeiten kann!)

Step 1:

Erstmal kochen wir 70g Grieß in 500ml Gemüsebrühe. Dafür einen Topf mit Wasser aufsetzen, Gemüsebrühe einrühren und aufkochen lassen. Ich halte mich ansonsten bei der Zubereitung an die Angaben auf der Packung. Ich habe übrigens die neue Gemüsebrühe von Rossmann genommen, da ich sie schön salzig-gemüsig finde.

Step 2:

Nach der Quellzeit und kurzem abkühlen nochmals 30g rohen Grieß einrühren und dann die ganze Mischung erst mal stehen lassen,bis wir mit ihr weiter machen können. Dieser Schritt ist notwendig, um verschiedene Konsistenzen in den Brät-Teig zu bekommen.

Step 3:

Jetzt brauchen wir eine feine Reibe oder eine Küchenmaschine mit feiner Reibe-Möglichkeit. Denn das folgende Gemüse soll nun ganz fein gerieben, aber nicht püriert werden. Auch das ist wichtig für die Konsistenz am Ende.

Die Zutaten dürfen aber auf keinen Fall püriert oder zu Mus werden! Im nächsten Bild könnt ihr sehen, wie es aussehen soll.

Jetzt also erstmal Champignons, Möhre, Kartoffel und Rote Beete putzen und abwiegen.

Step 4:

Dann das Gemüse fein reiben. Wenn ihr das mit der Hand macht, bedenkt, dass die Rote Beete gut an den Händen färbt. Ich habe meine Küchenmaschine zu Hilfe genommen. Den Saft von der roten Beete brauchen wir unbedingt. Also nicht wegschütten.

Step 5:

Nun kommt zu dem geriebenen Gemüse unsere Grieß-Mischung aus den ersten Schritten dazu. Gut durchrühren.

Step 6:

Dann kommt jetzt der Schritt, um die Endkonsistenz herzustellen. Für die perfekte Bindung kommen jetzt noch hinzu: BallastoMaxx, Kuchenfein und Sunny Mehl. Alles gut unterrühren. Ich habe nach jedem Hinzufügen einmal kurz gut durchgemischt.

Step 7:

Jetzt kommt ein wichtiger Schritt: das Würzen! Ich schwöre ja auch schon bei meinem Möhren-Gyros auf das „Fleisch & Gyros“-Gewürz von Ostmann. Zusätzlich auch noch mit ein wenig Salz (davon nicht zu viel, weil Salz ja auch durch die Gemüsebrühe und das Fleisch-Gewürz in den Brät-Teig kommt), Pfeffer und der angegebenen Menge geräuchertem Paprika abschmecken.

Step 8:

Der Teig bleibt klebrig und wird nicht richtig fest. Deswegen kann man dieses Brät auch nur in der Pfanne zubereiten. Und nehmt da bitte auf jeden Fall eine beschichtete Pfanne! Am besten portioniert ihr den Teig mit zwei Löffeln. Und dann einfach in genug neutralem Öl ausbraten.

Hier noch ein paar Brat-Tipps:

  • In heißem Öl ausbraten und erst dann wenden, wenn alles „gestockt“ ist. Das heißt, dass man es erst richtig umdrehen kann, wenn die Unterseite fest geworden ist.
  • Zum Wenden am besten einen Pfannenwender und einen Löffel zum Gegenhalten benutzen.
  • Ihr könnt mit den Formen ein wenig kreativ werden. Aber ich finde, sie formen sich organisch ganz gut, wenn man den Brät-Teig einfach in die Pfanne gebt, als aufwändig etwas formen zu wollen. Das ergab bei mir die schönsten Ergebnisse.
  • Hier z.B. haben sich zwei Bratlinge verbunden und es sieht aus wie ein kleines Steak

Ich finde, die Konsistenz kann sich sehen lassen. 🙂

Ganz viel Spaß beim Ausprobieren!

Euer Phefux Marianne

2 Kommentare

  1. Gudrun Sammer

    Oh, das muss ich mir bald machen!Lieber Phefux, sind die Kartoffeln roh oder gekocht?Liebe Grüße, Gudrun

    Antworten
    1. Der Phefux (Beitrag Autor)

      Danke für diesen wichtigen Hinweis. Die Kartoffeln sind roh! 🙂

      Antworten

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