Entspannung und Freiräume – wichtig, auch bei PKU!

Hallo liebe Phefux-Leser,

heute möchte ich euch mal wieder einen Tag durch meinen Alltag mitnehmen. Aber heute ist auch ein kleiner, besonderer Tag.

Ich bin, wie jede Woche, unterwegs zu meinem wöchentlichen Termin in Wuppertal. Die Busfahrt dorthin ist lang, es sind ca. 60 Minuten Fahrzeit. Aber das bin ich mittlerweile gewöhnt. Während der Fahrt bearbeite ich einige angefallene Schreibsachen und nutze so die Zeit effizient. Der Termin ist wie immer sehr anstrengend und fordert meine komplette Aufmerksamkeit. Nebenher nehme ich, in einer halbleeren Volvic-Flasche geschüttelt, meine Aminosäure. Mist! Habe ich doch wirklich meinen Schüttelbecher zu Hause vergessen…Ich merke, dass mein Stresslevel steigt! Ich bin froh, als ich danach noch Zeit finde kurz Station bei meinem liebsten Schreibwarenladen zu machen. Und heute nehme ich sogar ein paar neue Buntstifte mit.

Es ist wichtig sich neben der Arbeit, neben der Ausbildung, neben den Anforderungen in der Familie Freiräume zu schaffen und auch mal abschalten zu können. Mir gelingt dies immer ganz gut, wenn ich mich mit meinen Freunden treffe, wenn ich mal Zeit für ein gutes Buch finde, etwas malen kann oder ich treibe etwas Sport. Hier haben es mir Yoga, Zumba und Nordic Walking angetan.

Heute darf ich mich aber noch auf etwas Besonderes freuen. Im letzten Jahr hatte ich einen Gutschein für eine ayurvedische Massage geschenkt bekommen und heute habe ich meinen Termin. Darauf freue ich mich besonders. Die ganze Behandlung dauert 30 Minuten und wird mit einem wohlriechenden Sanddorn-Orange Öl durchgeführt. Es ist Zeit einfach mal zu entspannen. Aber erst geht es zurück nach Bochum.

Wusstet ihr, dass unser Phe-Wert unter ständiger Belastung und Stress ansteigen kann? Es ist gerade für chronisch erkrankte Menschen wichtig die Balance zwischen Anforderungen und Ausruhen zu wahren. Manchmal ist das auch schwer, da man sich gerne leistungsfähig und agil präsentiert. Aber vergesst nicht eure Pausen! Nehmt euch zwischendurch bewusst Zeit an eure PKU zu denken! Denn das kann euch keiner abnehmen. Die PKU ist unsere ständige „Begleiterin“ und möchte auch gepflegt werden. Und gerade bei Stress fährt der Phe-Wert gerne mal Achterbahn.WP_20160609_19_32_57_Pro[1]

Es ist bereits früher Abend und ich finde mich an diesem wundervollen Tag mit einer Freundin in einem Bistro im Bochumer Ausgehviertel ein. Wir essen eine Kleinigkeit zusammen und haben endlich mal wieder Zeit miteinander zu reden. Ich genieße diesen Austausch sehr. Für sie ist es selbstverständlich, dass ich einen Salat bestelle, da sie von meiner PKU weiß und ich auch immer offen mit meiner PKU umgehe. Und als ich einen Latte Macchiato bestellen will, werde ich sogar ein wenig zurecht gewiesen. Da bestelle ich doch besser zum Abschluss einen phe-ärmeren Espresso Macchiato, der weniger Milch enthält. 🙂 Es ist schön, wenn man sich bei Freunden zuhause fühlt. Auch die Aminosäure ist flugs nebenher eingenommen. Perfekt!

Für uns PKUs ist es wichtig, dass wir uns mit unserer Stoffwechselstörung angenommen fühlen. Das passiert im Idealfall in der Familie und setzt sich später im Freundeskreis fort. Aber wie ihr mit euer PKU umgeht, bleibt euch selbst überlassen. Vielleicht wollt ihr auch nicht jedem davon erzählen. Das ist auch legitim! Finde dabei den Weg, der sich für dich richtig anfühlt!

Für mich war es ein schöner und entspannender Tag, trotz des stressigen Anfangs. Jetzt bin ich wieder gewappnet für die nächsten, stressigen Phasen!

Erzähllt mir doch in den Kommentaren, was für euch den Ausgleich zum Stress des Alltages bildet? Manche haben Haustiere und finden hier ihren Ruhepol. Wieder andere gehen einem Hobby, vielleicht sogar mit regelmäßigen Treffen in der Gruppe nach. Oder begeistert ihr euch für Musik, Sport, Kunst oder Technik? Ich freue mich sehr davon zu hören! 🙂

Alles Gute!

Euer Phefux

3 Kommentare

  1. Kathrin

    Hi Phefux,

    ich versuche derzeit mind jeden 2. Tag Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen zu machen
    Das geht nur 12 min (bin da schon bei den Fortgeschritten) und lässt sich eigentlich recht gut im Alltag einbauen.

    Mehr Ausgleich habe ich leider noch nicht gefunden.
    Ich bin Alleinerziehend und daher ist immer Action 😉
    Aber dann genieße ich solche Momente wo ich mit Mini auf dem Spielplatz bin und ihr beim spielen mitzugucken kann od mich mit einer anderen Mama (im Besten Fall ist eine Freundin von Kind und ihre Mama mit) unterhalten kann.

    LG und eine stressfreie Neue Woche wünsche ich dir

    Antworten
  2. Der Phefux (Beitrag Autor)

    Hallo Kathrin,

    Schön, dass du versuchst etwas Entspannung in deinen Alltag einzubauen. 🙂

    Progressive Muskelentspannung habe ich mal in einer Reha kennen gelernt. Danke für diesen Tipp!

    Es ist bestimmt anstrengend als alleinerziehende Mutter alles immer unter einen Hut zu bekommen.
    Deswegen freut es mich zu lesen, dass du dir auch kleine Freiräume suchst. Das Gespräch am Spielplatz ist nämlich auch ein Ruhepol. Und es ist gut, dass du es gut in deinen Alltagsablauf integrieren kannst.

    Alles Gute für dich und „Mini“! 🙂

    Der Phefux

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