Was ich heute so gegessen habe – mit dem Phefux durch den Tag

Hallo liebe Phefux-Leser,

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr 2017!

Leider bin ich seit Jahresbeginn ein wenig erkältet und werde euch deswegen heute zeigen, was ich so alles gegessen habe, statt eines größeren Rezept-Artikels. Vielleicht ist manches eine Inspiration für euch und man sieht, dass man auch im Alltag gut zurecht kommen kann mit PKU – auch, wenn man oft improvisieren muss. Außerdem habe ich euch meine Gedanken zu den Mahzeiten meines Tages aufgeschrieben, Vielleicht erkennt ihr euch in der ein oder anderen Aussage wieder. 🙂  Zur Orientierung: Ich darf ca. 1000 Phe am Tag zu mir nehmen. Ich habe euch die Phe-Werte wieder dazu geschrieben.

Manchmal poste ich übrigens auch auf meinem Facebook-Kanal, was ich so unterwegs gefunden habe oder was ich so gegessen habe. Ihr findet den Kanal unter www.facebook.com/Phefux

Und nun geht’s los – kommt mit durch meinen Tag:

Zum Frühstück:

Heute hatte ich zum Frühstück ein eiweißarmes Phefux-Brötchen mit Magarine, Kräutersalz und einem Salatblatt.

Links könnt ihr eine kleine Dose eingelegte Artischocken sehen. Ich liebe Antipasti! Die meiste Antipasti ist eiweißarm und deswegen gut geeignet, wenn es mal etwas Besonderes auf’s Brot sein soll. 🙂 Aber die habe ich dann doch nicht dazu gegessen. Die Zeit war mir zu knapp und auch die Artischocken irgendwie zu ölig für mich an diesem Morgen.

Dazu esse ich meine Aminosäure eingerüht in ein wenig Apfelmark. Apfelmark benutze ich lieber als Apfelmus, da hier kein Zucker zugesetzt ist und man so ein paar unnötige Zucker-Kalorien einsparen kann.

Da ich nicht so viel Zeit hatte und in die Uni fahren musste, um weiter meine Hausarbeit zu schreiben, gab es dazu nur Mineralwasser. Und meine Brotdose hatte ich auch nicht gepackt…das sollte ich noch ein wenig bereuen…

Phe-Wert: ca. 40 Phe (geschätzt)

In der Universität:

Manchmal ärgere ich mich über die PKU. Ihr kennt das bestimmt. Man hat Hunger und ist unterwegs und hat vielleicht einfach mal nichts eingepackt, so wie man es sonst tut. Und dann bekommt man nirgendwo etwas annähernd Eiweißarmes. Mir ist es heute so in der Mensa ergangen. Da ich so lange an meinem Geschreibe gesessen hatte, war der Salat fast ausverkauft und auch die Kartoffeltheke war schon leer. Also habe ich mir einfach nur ein wenig „Grünzeug“ geholt und gegrummelt.

Ich habe dann aber noch einmal nachgedacht. Die Schuld liegt nicht bei der PKU. Es ist einfach meine Erkrankung, die ich jeden Tag mit mir mittrage. Wie ein kleiner Rucksack begleitet sie mich und ich muss mich damit arrangieren. Andere Menschen haben auch Unverträglichkeiten, Allergien oder Behinderungen. Ich lasse mir die Laune von meiner PKU nicht vermiesen! 🙂 Es sind einfach die Umstände nicht optimal gewesen. Und es lehrt mich, dass ich nächstes Mal wieder gewissenhaft meine Brotdose einpacken sollte. Dann hätte ich nämlich mehr Auswahl als nur das bisschen Salat.

Schließlich ist man, ab einem gewissen Alter, für sein Leben (und auch für sein Leben mit der PKU) selbst verantwortlich! 🙂

Dazu habe ich meine Aminosäure mit Wasser geschüttelt und mir noch ein kleines Pizzabrötchen von der Salattheke genommen (ca. 150 Phe, ich hatte da mal in der Mensa nach dem Eiweißgehalt gefragt)

Phe-Wert: ca. 200 Phe (geschätzt)

Nachmittags, wenn der große Hunger kommt:

Ich muss euch sagen: Natürlich knurrte mir dann am frühen Nachmittag der Magen! Und dann muss man als PKUler überlegen, denn wenn man hungert steigen die Phe-Werte automatisch an und man kann in eine Katabolie rutschen. Das bedeutet, dass der Körper anfängt den Hunger durch Abbau von körpereigenen Substanzen, u.A. Eiweiß, zu bekämpfen. Dabei wird köpereigenes Phe freigesetzt! Das ist eine Sache, die es zu vermeiden gilt – kein Hungern erlaubt bei PKU! 😉

Ich habe mich dann mit meiner besten Freundin im Café Extrablatt verabredet und dort einen kleinen gemischten Salat gegessen und mir mit ihr eine Portion Pommes geteilt. Naja, eigentlich waren es Cajuns. Das sind extra breite Pommes, die mit Cayennepfeffer scharf gewürzt wurden. Dazu nahm ich einen süß-sauren Dip.

Als Getränk gab es eine Apfelschorle. Ja, und eine kleine Phe-Sünde musste auch noch sein: Ein Espresso Macchiato. Das ist ein Espresso mit ein klein wenig aufgeschäumter Milch. Dieser hat nichts so viel Phe, wie ein Cappucino, ist aber auch schön cremig und koffeinhaltig. 😉

Und auch hier habe ich – mitten im Restaurant – meine Aminosäure im Schüttelbecher mit ein wenig Wasser geschüttelt und getrunken. Denn wie ich vorhin schon schrieb ist es ein Teil von mir. Zur PKU gehört die Einnahme der Aminosäure und ich mache das auch unterwegs. Und ehrlich gesagt hat auch niemand blöd geschaut oder einen Kommentar abgegeben. Ich denke man macht sich als PKUler zu oft selbst Gedanken, dass die Einnahme gerade irgendwie stören könnte. Die Menschen sind eher mit sich selbst beschäftigt anstatt an die Tische der anderen Gäste zu schauen. Seid selbstbewusst – auch mit dem Umgang mit eurer PKU! 🙂

Phe-Wert: Apfelschorle ca 30 Phe, Salat ca. 70 Phe, Pommes ca. 400 Phe, Espresso Macchiato ca. 90 Phe = 590 Phe

Unterwegs:

Auf dem Nachhauseweg waren wir für die WG noch einkaufen. Und ich habe mich sehr gefreut im Lidl dieses tolle Angebot zu finden. Brunch ist ein Frischkäse-Brotaufstrich und wenn man ihn dünn streicht auch bei PKU gut zu benutzen. 🙂 Und außerdem schmecken die unterschiedlichen Sorten immer schön würzig. Hurra! Da haben wir direkt zugeschlagen.

Brunch Kräuter/ Original –  5,7g Eiweiß/100g

Abendessen:

Wie ihr seht, ich esse auch nicht jeden Tag super gesund. Aber ich versuche jeden Tag gesundes Essen einzubauen, wo es nur geht. Außerdem habe ich an diesem Abend auch noch mal das Fintess-Studio besucht. Denn nach dem ganzen Rumgesitze verlangte mein Körper nach Aktivität.

So hatte ich am Abend nur noch 170 Phe frei und ich habe mich dann für einen Pfannkuchen entschieden. Irgendwie hatte ich wirklich noch Hunger. Wahrscheinlich kam das vom lernen und vom Sport.

Also gab es Pfannkuchen mit Birne. Das mache ich immer wieder gerne. Dazu gab es dann noch einmal meine Aminosäure mit Wasser geschüttelt. So habe ich meine 4 Portionen Aminos ganz gut über den Tag verteilen können.

Das Pfannkuchenrezept werde ich euch übrigens im nächsten Beitrag vorstellen. 🙂

 

Bis Bald.

Euer Phefux 🙂

 

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